w0rldtr33 02: Network (Rezension)

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Die digitale weltumspannende Verschwörung des Undernets geht in die nächste Runde

Beim Splitter Verlag ist nun der zweite Band der w0rldtr33 Reihe erschienen. James Tynion IV (Autor) führt hier mit Fernando Blanco (Zeichner) die Geschichte um eine mysteriöse Parallelwelt im Internet, die das Potenzial hat die Welt zu zerstören fort. Kann der zweite Band an den gelungenen Start anknüpfen?

Das Undernet bedroht die Menschheit

Der zweite Band der Horror-Comicreihe setzt die Handlung um das sogenannte Undernet fort – einen verborgenen und hochgefährlichen Bereich des Internets, der Menschen manipulieren und zu extremer Gewalt anstiften kann. Die Ereignisse werden maßgeblich durch Gabriel Winter ausgelöst, der durch eine folgenschwere Entscheidung das Undernet erneut aktiviert und damit eine Kette unkontrollierbarer Entwicklungen in Gang setzt. Infolgedessen geraten die ehemaligen Mitglieder der Gruppe, die dieses Netzwerk Jahre zuvor entdeckt und einzudämmen versucht hatten, erneut in den Mittelpunkt der Geschehnisse.

Parallel dazu untersucht Special Agent Siobhan Silk einen mysteriösen Vorfall, der sich 25 Jahre zuvor in Palo Alto ereignet hat und offenbar eng mit der Entstehung des Undernets verknüpft ist. Im Verlauf ihrer Ermittlungen stößt sie auf Hinweise, die darauf hindeuten, dass die Bedrohung weitaus größer und komplexer ist als zunächst angenommen. Besonders im Fokus steht dabei die rätselhafte Figur PH34R – eine äußerst gefährliche Killerin, deren Verbindung zum Undernet darauf schließen lässt, dass sie möglicherweise mehr als nur ein gewöhnlicher Mensch ist.

Tynion at it’s best

Wenn man sich mit James Tynion IV befasst, erkennt man schnell Muster in seinen Mystery-/Horrorcomics. Im Kern seiner Erzählungen steht oft eine Gruppe von Insidern, die als einzige die Bedrohung, die sich in der Welt manifestiert wahrnimmt. Bei Something is Killing the Children sind es z.B. unsichtbare Monster, die nur von Menschen mit besonderen Begabungen gesehen werden können. In w0rldtr33 ist es eine Gruppe von IT-Nerds, die sich der Bedrohung des Undernets stellen. Diese Formel funktioniert auch hier wieder hervorragend. Tynion IV hält sich weitestgehend mit Erklärungen zurück und lässt uns Leser die Mysterien mühsam Schritt für Schritt selbst entschlüsseln.

Hervorragend gezeichnet

Fernando Blanco schafft es mit seinen Zeichnungen den düsteren Grundton von Tynion’s Erzählung zu untermalen. Es dominieren kühle Graugrüne und Blaugrüne Farben, die eine gewisse Hoffnungslosigkeit und Bedrückung durch die Geschichte tragen. Die Charaktere hat Blanco auch im zweiten Teil wieder glaubwürdig inszeniert. Das Worldbuilding ist stimmig und bietet eine Art Cyberpunk-Ästhetik, die aber eher niederschwellig eingestreut wird.

w0rldtr33 02: Network – Kaufempfehlung für Fans von Horror- und Mysterycomics

w0rldtr33 02: Network kann die Spannung des ersten Teils aufgreifen und noch weiter vertiefen. Wir erfahren in der Fortsetzung mehr über die einzelnen Charaktere und den Verwicklungen, in denen die Gruppe von IT-Nerds in der Vergangenheit involviert waren. Tynion IV hält sich aber weiterhin mit großen Erklärungen zurück und entlässt uns mit vielen offenen Fragen aus dem zweiten Band der Reihe. Horror- und Mysteryfans werden mit w0rldtr33 02: Network nichts falsch machen und sollten der Reihe weiterhin die Treue halten.

w0rldtr33 02: Network (Worldtree)

ISBN: 978-3-98721-369-4

Erschienen am: 29.01.2026

Szenario James Tynion IV.

Zeichnung Fernando Blanco

Übersetzg. Bernd Kronsbein

Einband Hardcover, Book

Seitenzahl 176 Band 2 von X

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